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Schürfgrube (Sondierbohrung) in Esslingen – Direkter Bodenaufschluss für Ihre Baugrundbeurteilung

Die Altstadt von Esslingen liegt auf einer Höhe von 241 m ü. NHN, doch der Baugrund wechselt hier auf kürzester Distanz zwischen ausgelaugtem Gipskeuper, Neckarkiesen und Auelehm. Wer auf diesen heterogenen Formationen ein Bauvorhaben plant, braucht mehr als nur eine indirekte Sondierung. Genau hier setzt die Schürfgrube als direkter Bodenaufschluss an. Sie liefert eine ungestörte Profilwand, die unser Labor in Esslingen nach DIN 4021 anspricht. In der Pliensauvorstadt haben wir mit dieser Methode bereits mehrfach unerwartete Auffüllungshorizonte identifiziert. Die Schürfgrube ist im Esslinger Baugrund oft die einzige Methode, die eine eindeutige Ansprache von Wechsellagerungen ermöglicht. Für tiefere Horizonte kombinieren wir die Sondierbohrung mit ergänzenden Verfahren wie dem CPT-Versuch, wenn ein durchgängiges Drucksondierungsprofil gefordert wird.

Eine Schürfgrube zeigt das Baugrundprofil mit allen Inhomogenitäten. Kein anderes Aufschlussverfahren liefert eine vergleichbare visuelle Sicherheit für die Schichtansprache.

Unser Ansatz

Im Esslinger Talkessel beobachten wir immer wieder, dass die Verwitterungszone des Gipskeupers nur im Handschurf sicher von umgelagertem Hangeschutt zu unterscheiden ist. Eine Schürfgrube erlaubt die präzise Trennung dieser Bodenschichten, was für die Gründungsbewertung entscheidend ist. Wir dokumentieren die Schichtdicken, die Lagerungsdichte und die Konsistenz direkt an der Grubenwand. Die Entnahme von gestörten und ungestörten Proben erfolgt nach DIN EN ISO 22475-1. Bei rolligen Böden setzen wir zusätzlich die Korngrößenanalyse ein, um die Sieblinie exakt zu bestimmen. Die Grubensohle vermessen wir lagegenau per GNSS, um Höhenbezüge für den Höhenplan zu generieren. Unser Team ist mit den Esslinger Untergrundverhältnissen vertraut und erkennt kritische Horizonte sofort vor Ort.
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Esslingen – Direkter Bodenaufschluss für Ihre Baugrundbeurteilung

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein Mehrfamilienhausprojekt in der Mettinger Straße stand vor dem Problem, dass Rammkerndaten auf tragfähigen Fels deuteten, die spätere Schürfgrube jedoch eine Karstlehm-Tasche im Gipskeuper freilegte. Ohne diesen direkten Aufschluss wäre das Gebäude unzureichend gegründet worden. Die Folgen wären Setzungsdifferenzen im cm-Bereich gewesen, die Mauerwerksrisse nach sich ziehen. Auch in den Hanglagen von Berkheim liefern Schürfgruben die nötige Klarheit über die Mächtigkeit von Fließerden. Bei Baugruben tiefer als 1,25 m schreibt die DIN 4124 zwingend einen Grabenverbau vor – das muss eingeplant sein. Eine ungesicherte Schürfgrube ist keine Option. Unser Labor klärt den Sicherungsaufwand bereits im Vorfeld mit dem Bauherrn ab.

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Geltende Normen

DIN 4021 – Baugrund; Untersuchung durch Schürfe und Bohrungen, DIN EN ISO 22475-1 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung; Probenentnahmeverfahren, DIN 4124 – Baugruben und Gräben; Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Verwandte Dienstleistungen

01

Baugrundaufschluss und Schichtansprache

Durchführung der Sondierbohrung als Handschurf oder maschineller Schurf mit direkter Bodenansprache nach DIN 4021.

02

Probenahme und Laboreinbindung

Entnahme repräsentativer Bodenproben direkt aus der Grubenwand und Übergabe an unser akkreditiertes Labor für weiterführende bodenmechanische Versuche.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Tiefebis 4,0 m unter GOK (bei Verbau tiefer)
Grubenquerschnitt1,2 m x 1,2 m (Standard)
Probenentnahmegestört (Eimer) und ungestört (Ausstechzylinder)
DokumentationFotodokumentation aller Grubenwände
ArbeitssicherheitVerbau nach DIN 4124 ab 1,25 m Tiefe
EinmessungLage- und Höheneinmessung (DHHN2016)
Verfüllunglagenweise mit Nachweis der Verdichtung

Häufig gestellte Fragen

Welche Tiefe erreicht eine Schürfgrube in Esslingen?

Im Regelfall führen wir Schürfgruben bis 4,0 m unter GOK aus. Bei größeren Tiefen ist ein Grabenverbau nach DIN 4124 zwingend erforderlich. Für Erkundungen über 5 m Tiefe empfehlen wir ergänzend eine Bohrstock- oder Drucksondierung.

Was kostet eine Schürfgrube mit Dokumentation?

Für eine Schürfgrube mit fachgerechter Dokumentation, Fotoprotokoll und Einmessung liegen die Kosten in Esslingen zwischen €440 und €840, abhängig von der Tiefe und dem erforderlichen Verbauaufwand. Wir erstellen vorab ein Festpreisangebot.

Ist für die Schürfgrube eine Kampfmittelsondierung nötig?

In Esslingen besteht aufgrund der industriellen Vergangenheit ein potenzieller Kampfmittelverdacht. Wir empfehlen vor dem maschinellen Schurf eine Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst. Die Verantwortung dafür liegt beim Bauherrn.

Wie lange bleibt die Grube offen?

Die Grube wird nur für die Dauer der Dokumentation und Probenahme offen gehalten, meist 2 bis 4 Stunden. Danach erfolgt die lagenweise Verfüllung mit Verdichtungskontrolle. Die Grube wird noch am selben Tag wieder standsicher verschlossen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Esslingen und Umgebung.

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